48. Vertreterversammlung

Am 19. Juni 2017 fand die 48. Vertreterversammlung unserer Genossenschaftsbank in der Stadthalle Holzminden statt.

2016 wieder ein sehr erfolgreiches Jahr

Auch in diesem Jahr konnten Vorstand und Aufsichtsrat wieder auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Wie gewohnt eröffnete Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Hubertus Müller-Stauch die Versammlung und begrüßte 126 Vertreter sowie zahlreiche Gäste. Dabei betonte er die besondere Bedeutung dieses Abends, an dem über die Fusion mit der VR-Bank in Südniedersachsen eG entschieden werden sollte.


Anschließend überbrachte Folkert Groeneveld, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank in Südniedersachsen, die Grußworte des Kooperationspartners.


Vorstandsmitglied Manfred Schäfer übernahm den Bericht des Vorstandes: Zum Jahresende 2016 gehörte die Volksbank insgesamt 13.188 Mitgliedern. D. h., dass von den rund 22.000 betreuten Kunden 60 % auch Miteigentümer der Bank sind. Die Bilanzsumme erhöhte sich sehr deutlich um rund 53 Mio. Euro auf 458 Mio. Euro - ein Plus von 13,3 %. Das starke Wachstum der Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf den enormen Anstieg der Kundeneinlagen um 52 Mio. € oder 18,5 % auf 332 Mio. € zurückzuführen.


Auch die Kundenkredite konnten deutlich um 8,5 % auf nunmehr 191 Mio. EUR ausgeweitet werden. Dabei wurden allein im letzten Jahr 38 Mio. Euro an neuen Krediten vergeben. Dieser erfreuliche Anstieg ist das Ergebnis einer konsequenten strategischen Ausrichtung auf den Mittelstand.


Obwohl die anhaltende Niedrigzinsphase in Verbindung mit der kontinuierlich zunehmenden Regulatorik alle Banken vor große Herausforderungen stellt, konnte im Geschäftsjahr 2016 wiederum ein sehr erfreuliches Ergebnis erzielt werden. Aufgrund des starken Wachstums im Kundengeschäft und den Erfolgen bei der Anlage der eigenen liquiden Mittel ist es gelungen, den Zins- und Provisionsüberschuss gegenüber dem Vorjahr fast konstant zu halten. Gleichzeitig konnten durch eine weitere Optimierung der Geschäftsabläufe die Verwaltungskosten weiter gesenkt werden. Dies führte dazu, dass der Bilanzgewinn mit 1,5 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert von 0,8 Mio. EUR liegt.


Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Hubertus Müller-Stauch hielt anschließend den Bericht des Aufsichtsrates. Der Jahresabschluss wurde von den Mitgliedern einstimmig genehmigt, genauso wie der Vorschlag zur Verteilung des Bilanzgewinns und die Ausschüttung der Dividende in Höhe von 5,25 %. Im Anschluss erfolgte die einstimmige Entlastung des Vorstandes sowie des Aufsichtsrates durch die Vertreter.  


Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat wurden Matthias Kumlehn, Christof Möller und Dr. med. Georg Thönnissen jeweils einstimmig wiedergewählt.

Herausragendes Abstimmungsergebnis

Unter Punkt 9 stand der wichtigste Teil des Abends auf der Tagesordnung: Die Fusion der Volksbank Weserbergland mit der VR-Bank in Südniedersachsen. Vorstandsvorsitzender Jürgen Freitag informierte zunächst detailliert über den vorgesehenen Zusammenschluss und erläuterte die wichtigsten Punkte des Verschmelzungsvertrages. Dabei ging er auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen wie Minuszinsen, Regulatorik, Digitalisierung und Demografie ein.  Die Verschmelzung der beiden kerngesunden Banken steht unter den Zielen:

•    Regionale Nähe bewahren, Zukunftsfähigkeit erhalten
•    Kräfte bündeln & Leistung steigern
•    Steigerung der Professionalität und Qualität durch weitere Spezialisierung
•    (Weiter-) Entwicklung der Digitalisierung
•    Mitglieder- & Kundenorientierung weiter ausbauen
•    Synergien nutzen und damit Kosten senken

Dann erläuterte Freitag die Details der „neuen“ Bank. Sie wird unter „VR-Bank in Südniedersachsen eG“ firmieren und ihren Sitz in Holzminden haben - fusionsbedingte Schließungen von Standorten wird es nicht geben. Danach stellte er die geplante Ressortverteilung im Vorstand, die 2. Führungsebene der Bank sowie weitere Eckdaten der Verschmelzung vor.


Das Prüfungsgutachten trug Anne Mahler, Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin beim Genossenschaftsverband, vor. Bei der  danach durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Hubertus Müller-Stauch eingeleiteten Abstimmung wurde die Verschmelzung der Volksbank Weserbergland mit der VR-Bank in Südniedersachsen mit herausragenden  124 „Ja-Stimmen“ (98,4 %) beschlossen.


Mit der Bestimmung der acht Aufsichtsratsmitglieder, die in den Aufsichtsrat der VR-Bank in Südniedersachsen eG hinzugewählt werden sollen, und der Kandidaten für die Wahl zum Wahlausschuss zur Durchführung der Ergänzungswahl zur Vertreterversammlung bei der VR-Bank in Südniedersachsen eG endete der offizielle Teil dieser historischen Versammlung.