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Volksbank Weserbergland eG
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TAH vom 11. Juli 2007

"Wir haben uns auf dem Finanzmarkt erfolgreich behauptet"

Vertreterversammlung der Volksbank Weserbergland in der Stadthalle Holzminden / 5,25 % Dividende ausgeschüttet 
Holzminden (bs). "In einem sich verschärfenden Wettbewerb haben wir uns auf dem Finanzmarkt behauptet und unsere Marktposition in Teilbereichen weiter ausgebaut". Die Bilanz, die Jürgen Freitag für die Volksbank Weserbergland ziehen kann, ist positiv, der Ausblick auch: "Der Aufschwung ist endlich auch in unserer Region angekommen", betont er am Montagabend in der Holzmindener Stadthalle, in der die Vertreter der Genossenschaftsbank die Jahresbilanz entgegennehmen und über die Dividendenausschüttung entscheiden. 5,25 Prozent sind es auch diesmal wieder, die an die 10.000 Mitglieder der Volksbank ausgeschüttet werden.

"Die Chancen stehen gut, aus der neuen Dynamik einen länger andauernden und nachhaltigen Aufschwung zu entwickeln", hofft Freitag mit Blick auf die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes und des Arbeitsmarktes. Für den hat die Volksbank besonders in den vergangenen zwei Jahren einiges beigesteuert - mit dem Bau der neuen Zentrale in der Neuen Straße, die am 9. September 2006 eingeweiht werden konnte. Mehr als 8.000 Besucher kamen.

Mit positiven Zahlen kann Freitag in der Vertreterversammlung aufwarten: Das Geldanlagevolumen wuchs um 15 Millionen Euro auf 350 Millionen Euro. Und auch das Kreditgeschäft profitierte von den verbesserten Rahmenbedingungen. "Viele mittelständische Unternehmen haben investiert und dabei gern auf die Unterstützung ihrer Bank des regionalen Mittelstands zurückgegriffen", so Freitag. Deutlich habe sich die gewerbliche Kreditnachfrage erhöht, während im Bereich der privaten Wohnungsbaufinanzierung lediglich moderate Zuwachsraten zu verzeichnen waren.

Ein ganz klares Bekenntnis legte Freitag für das Landhandelgeschäft und die beiden Tankstellen in Ottenstein und Stadtoldendorf ab. Die Umsatzentwicklung sei erfreulich, der Gesamtumsatz stieg um 13 Prozent auf 14,5 Millionen Euro. Freitags Gesamtbilanz: "Mit der Ertragslage sind wir zufrieden". Sorgen bereitet ihm hingegen das Geschäftsgebaren einiger überregionaler Wettbewerber und Direktbanken. "Wir beobachten bei einigen unserer Kunden zunehmend die Tendenz, uns hinsichtlich unserer Konditionen mit Direktbanken zu vergleichen". Zwar sei man mit der Volksbank voll zufrieden, genieße Zweigstellennetz und persönlichen Service und qualifizierte Beratung auch in den kleinen Orten. "Andererseits möchte man, dass wir die Lockangebote der Wettbewerber praktisch als Standardkonditionen anbieten. Kurzum: Mann verlangt von uns die Quadratur des Kreises". Die Volksbank aber habe eine andere Geschäftsphilosophie: " Wir sehen uns als lebenslanger Partner unseres Kunden", nicht als fiktive Bank im Internet.

Für Freitag ist das eine Bank, die sich zur Region bekennt und Vertrauen hat in die wirtschaftliche Zukunft, "Prognos Zukunftsatlas hin, Demografie her. Der Neubau unseres Hauptstellengebäudes ist ein sichtbarer Beleg für diese geschäftspolitische Ausrichtung", betont der Bankdirektor und erhält dafür Beifall.

Beifall gibt es auch für die Ehrungen langjähriger Mitglieder der Genossenschaftsbank und für die Aufsichtsratsmitglieder Günter Hachenberg, Dr. Hubertus Müller-Stauch und Heinrich Püttcher, die turnusgemäß ausscheiden und einstimmig wiedergewählt werden. Für den Aufsichtsratsvorsitzenden Hermann Hartmann kommt Walter Päuser, Kfz-Mechanikermeister aus Holzminden, neu in den Aufsichtsrat. Von Hartmann vorgeschlagen, wird auch er einstimmig gewählt. Neuer Aufsichtsratsvorsitzender wird Dr. Hubertus Müller-Stauch.



Stehende Ovationen für Hermann Hartmann

Abschied nach 29 Jahren im Aufsichtsrat der Volksbank Weserbergland

Holzminden (bs). Zum Schluss stehen alle, klatschen Beifall und honorieren damit das
- ehrenamtliche - Werk eines Mannes, der die Volksbank 29 Jahre lang durch Höhen und Tiefen begleitet hat, der Rettungsanker war in schweren Zeiten, Vermittler in den Fusionsverhandlungen und Überbringer oftmals guter Nachrichten in den Vertreterversammlungen. Am Montagabend dann heißt es Abschied nehmen für Hermann Hartmann, den Aufsichtsratsvorsitzenden der Volksbank Weserbergland. Weil er die satzungsmäßige Altersgrenze erreicht hat, scheidet er aus.

Es wird ein herzlicher Abschied. Und er geht dem Maler- und Lackiermeister Hermann Hartmann nahe. Wie immer kontert er humorvoll, überspielt die Rührung, die ihn ergriffen hat. "Meine Frau hat jetzt ein völlig anderes Bild von mit. Deshalb ist sie heute mit dabei, damit sie sieht, was für ein toller Kerl ich bin".

Dass der "tolle Kerl" wirklich Hervorragendes geleistet hat für die Volksbank, machen Dr. Hubertus Müller-Stauch für den Aufsichtsrat, Bankdirektor Jürgen Freitag und Gunter Hedrich, Verbandsdirektor des Genossenschaftsverbandes Norddeutschland, deutlich. Im Juli 1978 in den Aufsichtsrat gewählt, führte Hartmann die Volksbank auch durch schwere Zeiten, stellte sich von 1986 bis 1988 sogar als ehrenamtliches Vorstandsmitglied - also Bankdirektor - zur Verfügung. Seit 1992 mit dem Vorsitz des Aufsichtsrates betraut, leitet er die Fusionsgespräche mit Hehlen, Bevern und Altendorf. "Sie haben die Weichen für die Zukunft der Bank gestellt und die Kräfte gebündelt", lobt Hedrich und hat ein ganz besonderes Dankeschön dabei: Er verleiht Hermann Hartmann die Gold-Medaille des Verbandes, es ist eine ganz seltene Auszeichnung. Weitsicht und Augenmaß attestiert ihm auch Dr. Hubertus Müller-Stauch, dazu die ehrliche und offene Art. "Du hast Dich wirklich um die Volksbank verdient gemacht". Das versichert auch Jürgen Freitag, der, als er neu nach Holzminden kam, Hermann Hartmann an seiner Seite wusste. "Für Sie", verspricht er, "steht auch in Zukunft immer eine Tasse Kaffee bereit."

Die wird Hermann Hartmann wohl auch trinken. Und dabei auch zukünftig ein offenes Wort nicht scheuen. Denn mit diesem Verlangen ist er vor 29 Jahren angetreten, und die offene, vertrauensvolle Zusammenarbeit hat er fast drei Jahrzehnte lang mit Aufsichtsrat und Vorstand gepflegt.