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Volksbank Weserbergland eG
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TAH vom 20. August 2009

„Unser Weg ist klar und einfach: Wir setzen auf Verlässlichkeit“

 

Vertreterversammlung der Volksbank Weserbergland in der Stadthalle Holzminden / Hans-Jochen Feucht verabschiedet 
 
Holzminden (bs). Sie hat ihre Bilanzsumme um fast drei Prozent auf 297 Millionen Euro gesteigert, hat Kredite über mehr als 25 Millionen Euro neu zugesagt und das Einlagengeschäft der über 25.000 Kunden um rund sieben Millionen Euro auf 231 Millionen Euro steigern können. Die Volksbank Weserbergland hat in dem Jahr, in dem andere Banken unter den staatlichen Rettungsschirm flüchten mussten, „den scharfen Wind des harten Wettbewerbs gespürt“, so Bankdirektor Jürgen Freitag, hat in der Bankenkrise aber Standfestigkeit bewiesen. „Trotz der massiven Verwerfung an den Märkten war es ein gutes Jahr für die Volksbank“, zieht Freitag in der Vertreterversammlung am Montagabend in der Holzmindener Stadthalle Bilanz. Die Vertreter honorieren das. Die Entlastung erfolgt einstimmig, der Beschluss über die Ausschüttung der Dividende, die mit 5,25 Prozent deutlich über dem Kapitalmarktzins liegt, ist ebenfalls einstimmig. 

Es ist „das schwierigste Geschäftsjahr seit Jahrzehnten“, so der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Hubertus Müller-Stauch, über das der Vorstand in der Vertreterversammlung Rechenschaft ablegen muss. Sie fällt positiv aus, auch wenn sich die eigenen Wertpapierbestände „nicht den Auswirkungen der globalen Finanzmarktkrise entziehen“ konnten, so Freitag. Doch weil die Volksbank Weserbergland Vorsicht walten ließ, weil sie auf die „Verwendung alternativer finanzmathematischer Bewertungsmodelle“ verzichtete, „sind die Kurswertabschreibungen des Vorjahres durch die in diesem Jahr auf breiter Front eingetretenen Kurssteigerungen per heute bereit weitgehend wieder aufgeholt“, so der Bankvorstand. 

Die Kunden honorieren die Sicherheit, die die genossenschaftlichen Banken ihnen in der Zeit der Wirtschaftskrise bieten. Ein Drittel des Anstieges im Einlagengeschäft resultiert aus Einzahlungen neuer Kunden. Der Zuwachs von rund 33 Prozent bei den Termineinlagen ist für Freitag „erfreulich“. Und „der hohe Anteil der Kredite an unsere Firmenkunden belegt sehr eindrucksvoll, dass wir auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten unserer Verantwortung für den Mittelstand gerecht werden“, so Freitag. „Von Kreditklemme – also der Verweigerungshaltung einiger Bankengruppen, dem Mittelstand Kredite zu verlängern oder aufzustocken – kann bei uns keine Rede sein. Im Gegenteil: Wir sind nach wie vor bereit, zur Unterstützung der Unternehmen Risiken bewusst mit zu tragen und damit einen aktiven Beitrag zur Förderung der regionalen Wirtschaft zu leisten“. Für Freitag ist „unser Weg klar und einfach: Wir setzen auch in Zukunft auf Verlässlichkeit, Partnerschaft, hohe Qualität, Transparenz und Sicherheit“. 

Wichtig ist dem Bankvorstand dabei das Lob an die 100 Mitarbeiter, die „Tag für Tag ihre hohe Service- und Beratungsqualität unserer Volksbank unter Beweis stellen. Eine gegenüber dem Branchendurchschnitt deutlich geringere Fluktuation, eine hohe Identifikation unserer Mitarbeiter mit ihrer Bank und die Fähigkeit, immer wieder neue leistungsorientierte Mitarbeiter zu gewinnen, belegen unsere Attraktivität als Arbeitgeber“, so Freitag. Und noch etwas anderes ist dem Bankvorstand wichtig: „Wir bekennen uns zu dieser Region und haben Vertrauen in die wirtschaftliche Zukunft in dieser Region“. Das Bekenntnis spiegelt sich eindrucksvoll in der Förderbilanz wider, die Freitag unter dem Motto „für unsere Mitglieder und die Region“ präsentiert: 10.000 Bankeigentümer, 300 Mitglieder als Vertreter in der Vertreterversammlung, mehr als 100 Mitarbeiter und 30.000 Beratungen zu Finanzthemen im letzten Jahr. Dazu über 200 eigene Produkte, 156.000 Euro Dividende, ein Wertvolumen von 530 Millionen Euro und ein Auftragvolumen von über einer Millionen Euro, das an Dienstleister vergeben wurde. Und schließlich über 70.000 Euro Spenden für gemeinnützige Projekte zeigen, so Freitag, „wie eng verwurzelt Ihre Volksbank mit unserer Region ist“. 

Davon ist auch die Rede, als der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Müller-Stauch einen Mitstreiter aus dem Aufsichtsrat verabschiedet. Hans-Jochen Feucht aus Holzminden, langjähriger Geschäftsführer der Firma Reese Blechwaren und seit 1985 im Aufsichtsrat, verlässt mit dem Erreichen der Altersgrenze das Gremium und wird mit der Silbernen Ehrennadel des Genossenschaftsverbandes ausgezeichnet. In den Aufsichtsrat wiedergewählt werden Johanna Speitling, Karl-Gerhard Dierks und Wilhelm Weißenborn. Und schließlich kann die Volksbank Weserbergland noch eine große Zahl von Mitgliedern für 40- und 50-jährige Mitgliedschaft auszeichnen.

 

Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Hubertus Müller-Stauch (rechts) ehrt Hans-Jochen Feucht zum Abschied mit der Silbernen Ehrennadel.
Geehrte Mitglieder

 

Holzminden. Ehrungen langjähriger Mitglieder war ein wichtiger Punkt der Tagesordnung der Vertreterversammlung.