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Volksbank Weserbergland eG
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TAH vom 10. Juli 2008

„Bei uns geht es zuerst um Qualität, vor allem um menschliche“

 

Holzminden. Eine zufriedenstellende Bilanz konnte die Volksbank Weserbergland in der Vertreterversammlung präsentieren.
Volksbank Weserbergland kann Marktposition im Kundengeschäft auf hohem Niveau festigen / 5,25 Prozent Dividende werden ausgeschüttet 

Holzminden (bs).
„Geschäftsmodell ist vielleicht nicht so aufregend, wie das mancher Renditejäger, dafür aber solide und verlässlich“, im Jahr 1 nach der weltweiten Finanzkrise setzt die Volksbank Weserbergland auf Verlässlichkeit. „Das Schiff Volksbank Weserbergland“, betont Bankdirektor Manfred Schäfer in der Vertreterversammlung, konnte auch in schwierigem Fahrwasser auf Kurs gehalten werden, hatte sich nie in die Untiefen des sogenannten Subprime-Segments verloren. Das zahlt sich aus: „Uns ist es gelungen, unsere Marktposition im Kundengeschäft - dem soliden Fundament, auf dem die Bank steht - auf hohem Niveau zu festigen und in Teilbereichen sogar weiter auszubauen“, betont Schäfer. Die Volksbank kann deshalb wieder eine Dividende in Höhe von 5,25 Prozent ausschütten.

Unaufgeregt und zügig geht die Vertreterversammlung der Volksbank Weserbergland in der Stadthalle Holzminden über die Bühne. Souverän führt – zum ersten Mal - der neue Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Hubertus Müller-Stauch durch die Tagesordnung. Und angesichts der Bilanz, die Bankdirektor Manfred Schäfer vorlegen kann, fallen alle Beschlüsse einstimmig und ohne Diskussion.

„Bei uns - das wissen Sie - geht es zuerst um Qualität. Vor allem um menschliche Qualität“, fasst Schäfer das Geschäftsprinzip der Volksbank Weserbergland zusammen, spricht von den fast 100 motivierten Mitarbeitern, die aus der Region kommen. „Sie sprechen Ihre Sprache die Sprache unserer über 23.000 Kunden, davon mehr als 10.000 Mitglieder“. Schäfer weist aber auch darauf hin, dass es eine solche Qualität nicht zum Nulltarif gäbe. Die Volksbank sei nicht nur verlässlicher Finanzpartner, sondern auch zuverlässiger Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb, großer Steuerzahler und Investor, fördere Jugend, Schulen, Vereine und Kultur. Der Bankfachmann warnt: „Wenn wir alle nur noch den billigsten Preis zum Kriterium unserer Kaufentscheidung machen, gehen nicht nur Produktqualität und persönliche Beratung vor die Hunde, sondern über kurz oder lang auch der letzte Einzelhändler in unserer Innenstadt und der letzte Arbeitsplatz in unserem Gewerbegebiet“.

Schäfer aber wollte nicht schwarzmalen: „Wir alle haben es in der Hand, diese Entwicklung positiv zu gestalten“, und die Volksbank gehe mit gutem Beispiel voran, wirft er einen Blick in die Förderbilanz der Bank und auf das Zahlenwerk. Schäfer spricht von der Nachfrage im Kreditgeschäft, die, nach dem Wegfall der Eigenheimzulage, geprägt war von der sinkenden Investitionsbereitschaft im privaten Wohnungsbau, er weist auf die erhöhte gewerbliche Kreditnachfrage hin, die die positive konjunkturelle Entwicklung widerspiegele. „Etwa 42 Prozent der Neukreditzusagen entfielen auf den Bereich des verarbeitenden Gewerbes“. Die Volksbank Weserbergland entdeckt eine zunehmende Sparneigung und ein starkes Sicherheitsinteresse der Kunden, aber auch eine deutliche Belebung des Aktien- und Aktienfondsgeschäftes. Die Zahl der Anlagekonten konnte auf über 5.500 gesteigert werden. Mehr als 1.300 Riester-Verträge konnten mit der „UniProfiRente“ abgeschlossen werden, circa 4.500 Bausparkonten sorgten für eine positive Entwicklung des Bauspargeschäftes mit dem Verbundpartner Schwäbisch Hall. Im Versicherungssegment zählt Schäfer schließlich über 8.000 vermittelte Versicherungsverträge auf. Ehemals Sorgenkind, entwickelt sich auch das Warengeschäft in Ottenstein und Stadtoldendorf erfreulich. Die Bank verzeichnet einen Umsatzanstieg um 43 Prozent auf rund 21 Millionen Euro.

Alles in allem spricht Schäfer von einem „zufriedenstellenden Ergebnis“, dass auch durch ein konsequentes Kostenmanagement und eine weitere Verschlankung der internen Prozesse unterstützt wurde. So konnten die Verwaltungsaufwendungen nochmals um 0,5 Millionen Euro reduziert werden. Und die Bilanz: 28,8 Millionen Euro Umsatz tätigte die Volksbank Weserbergland, 1,2 Millionen Euro gehen an die Rücklagen, 0,4 Millionen Euro verbleiben als Gewinn, der über eine 5,25-prozentige Dividende an die Mitglieder ausgeschüttet wird. „Die Ertragslage unserer Bank ermöglicht darüber hinaus eine weitere Stärkung des Eigenkapitals auf insgesamt 37,2 Millionen Euro“, so Schäfer zum Schluss. „Mit einer Quote von nunmehr 12,9 Prozent liegen wir sehr deutlich über dem Durchschnitt aller Volks- und Raiffeisenbanken sowie des deutschen Kreditgewerbes insgesamt und erfüllen damit problemlos die Eigenkapital-Anforderungen nach Basel II“.

Problemlos verkaufen auch die Nachwahlen zum Aufsichtsrat. Udo Geyer, Dr. Karl-Wilhelm Haasper, Carl-Friedrich Standke und Ernst Warnecke werden wiedergewählt. Egon Stock, der die satzungsmäßige Altersgrenze erreicht hatte, scheidet aus dem Aufsichtsrat aus, sein Posten wird nicht mehr besetzt.