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Volksbank Weserbergland eG
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TAH vom 18. Oktober 2008

Klare Auskunft der Banken: Das Geld ist sicher

 

Kreis Holzminden (fhm). Christian Schlag (rechts) hatte in den vergangenen Tagen wie seine Kollegen von der Volksbank Weserbergland oder der Braunschweigischen Landessparkasse viel zu tun. Die Mitarbeiter der beiden Bankinstitute mussten die durch die Finanzkrise verunsicherten Menschen informieren und mit ihnen über mögliche Konsequenzen sprechen. Allen Kunden, die ihr Geld lieber unter das vermeintlich sichere Kopfkissen zu Hause bringen wollten, gaben sie die gleiche Auskunft: Das Geld in unseren Banken ist sicher.
„Geld von Direktbanken und aus dem Ausland kommt zurück“ 

 


Holzminden. Manfred Schäfer (von links), Jürgen Freitag und Oliver Fuchs beziehen Stellung zur Finanzkrise: Das Geld der Sparer ist sicher.
Wir wirkt sich die Finanzkrise im Kreis Holzminden aus? / TAH im Gespräch mit VolksbankWeserbergland und Braunschweigische Landessparkasse  Holzminden (fhm). „Ist mein Geld sicher?“ Diese Frage haben die Mitarbeiter der Volksbank Weserbergland und der Braunschweigischen Landessparkasse im Kreis Holzminden in den vergangenen Tagen hundertfach gehört. „Seit der Garantieerklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel für private Spareinlagen ist den Menschen erst bewusst, wie dramatisch die Situation war“, erklären übereinstimmend Oliver Fuchs und Jürgen Freitag. Für die Chefs der Regionalbanken im Landkreis und ihre Mitarbeiter ist die Finanzkrise das bestimmende Thema. „Es war die härteste Woche für uns: die Menschen sind verunsichert und wollen wissen, was mit ihrem Geld ist.“

„Beide Banken haben weit über ihre Öffnungszeiten hinaus mit den Menschen gesprochen“, sagt Manfred Schäfer vom Vorstand der Volksbank Weserbergland. Manche wollten ihr Geld abholen, um es Zuhause unter das Kopfkissen zu stecken oder sogar einen eigenen Tresor kaufen. Andere wollten ihr Geld in Gold umsetzen, obwohl das bei den derzeitigen Kursen überhaupt nicht empfehlenswert sei.

„Das Geld der Menschen ist sicher, diese Nachricht ist richtig und wichtig“, erklären die Drei im Gespräch mit dem TAH. Schon vor der Garantieerklärung der Bundeskanzlerin gab es kein Risiko. Denn sowohl die Volksbanken als auch die Sparkassen haben ein eigenes Sicherheitssystem, das allen Kunden die eigenen Gelder garantiert. Und nicht nur die normalen Einlagen der Kunden sind abgesichert. Auch Inhaberschuldverschreibungen oder Zertifikate fallen unter diese Absicherung, wenn sie von Unternehmen aus der Gruppe der Volksbanken oder der Sparkassen stammen. „Die Merkel-Erklärung ist für uns sozusagen die doppelte Absicherung. Sie war sehr wichtig, um die Finanzmärkte zu beruhigen“, stellt Jürgen Freitag fest.

„Kunden kamen, um ihr Geld abzuholen, weil sie Angst hatten“, berichtet Oliver Fuchs. „Wir haben ihnen deutlich gemacht, dass das jetzt genau der falsche Weg ist. Das Geld ist sicher, und wer jetzt das Geld abzieht, der unterstützt die Angstmacherei. „Die Gelder unserer Banken kommen aus der Region und sind für die Region“, pflichten ihm Jürgen Freitag und Manfred Schäfer bei. „Wir spekulieren nicht oder bewegen uns auf anderen Kontinenten.“ Das Geld aus den Einlagen wird etwa für Kredite an Firmen oder Privatleute in der Region gegeben, nach den üblichen Regeln. Dafür komme kein zusätzliches Geld aus New York oder Frankfurt.

„Und natürlich werden weiterhin Kredite vergeben, gar keine Frage“, bekräftigen die Banker. Es gab selbst Anfragen von Firmen, ob für eine geplante Investition überhaupt noch Geld da sei. „Natürlich. Aber erschreckend ist für uns die Frage an sich.“ Man habe in den vergangenen Tagen gespürt, wie verunsichert die Menschen sind und wie teilweise auch die Berichterstattung in einigen Medien für Verwirrung oder sogar Panik gesorgt habe.

„Unsere Banken unterstehen dem Regionalprinzip. Wir arbeiten mit dem Geld aus der Region für die Region. Und wir sind dem Landkreis und den Menschen verpflichtet.“ Deswegen spende man regelmäßig für Vereine, soziale, sportliche und kulturelle Initiativen, engagiere sich beispielsweise beim Stadtmarketing und verstehe sich als Mannschaftsspieler im Landkreis. „Unsere Kunden treffen ihre Berater immer wieder, das ist anders als bei den Direktbanken und ausländischen Instituten.“ Und mit der amerikanischen Lehmann Brothers oder Kaupthing Bank in Island habe man nie etwas zu tun gehabt. Erstaunlicherweise konnte man in den letzten Tagen vermehrte Einzahlungen von Direktbanken oder von ausländischen Häusern feststellen“, so die beiden Bankdirektoren Oliver Fuchs und Jürgen Freitag. „Die Menschen besinnen sich auf traditionelle Werte.“ Genau das sei auch der richtige Weg. Man sollte in das investieren, was man auch verstehe. Fonds oder Aktien blieben gute Anlagemöglichkeiten. Allerdings könne man nicht immer auf eine sofortige Rendite hoffen. Gegen Kursschwankungen gebe es keine Versicherung.

Die direkte Information der Menschen ist beiden Bankhäusern sehr wichtig. Die Volksbank hat sich mit einem Schreiben zur Finanzkrise an alle Kunden gewandt, die Sparkasse informiert mit einem Flyer. „Das Wichtigste ist das direkte Gespräch. Unsere Mitarbeiter - und wir selbst - stehen zur Verfügung“, sagen Jürgen Freitag und Oliver Fuchs.