Holzminden. Siegerehrung mit Preisübergabe in der Volksbank Weserbergland: Die Gruppen "Hoffnung“ und „sinep“ landeten beim Börsencup in diesem Jahr ganz vorn.
Holzminden (cst). Lachend betrachteten die drei Jungs von der Gruppe „sinep“ ihren Hauptgewinn. 250 Euro sind schon ein ganz schöner Batzen Geld, den Harry, Julian und Alex in ihren Händen halten. Als siegreiche Schülergruppe konnten sie beim Börsencup 2009 der Volksbank Weserbergland, den der TAH präsentierte, knapp vor der Gruppe „Die Spartaner“ gewinnen. Ein echtes Familien-Duell stand bei den Privatanlegern an. Jens und Danuta Streicher stritten sich um die ersten Plätze. Am Ende gewann Ehemann Jens mit dem besten je erzielten Ergebnis die Wertung und darf jetzt einen iPod Touch sein Eigen nennen.
Dirk Papenberg, Marketingleiter der Volksbank Weserbergland, war zufrieden mit dem Ergebnis und dem Engagement der Spieler, auch wenn mit 250 Einzelteilnehmern und 30 Schülergruppen weniger den Weg zur virtuellen Börse fanden als noch im Vorjahr. Alle Teilnehmer zeigten trotzdem reges Interesse an DAX und Co. 11.642 Mal wurde sich beim Börsenspiel eingeloggt, das entspricht einem Durchschnitt von 30 Logins pro User. Jedes Depot tätigte im Durchschnitt 22 Geschäfte. Der Spitzenreiter kam am Ende sogar auf 174 Geschäfte! Absoluter Renner auf den virtuellen Märkten waren die Aktien der Banken. 315 Mal wurde die Aktie der Commerzbank gekauft und 222 mal die der Deutschen Bank.
Geprägt wurde das Planspiel in diesem Jahr vor allem durch die Weltwirtschaftskrise und den Fall des Leitindex DAX. „Am Anfang dachte ich mir, hier gewinnt derjenige, der die wenigsten Verluste macht“, weiß Papenberg zu berichten. Doch „sinep“ dachte nicht daran, Verlust zu machen. Nach einem kurzen Tief am Anfang ging es im letzten Drittel mit dem Depotwert steil nach oben. Am meisten trug die Renault-Aktie zum Aufwärtstrend bei. „Die positive Bilanz hängt natürlich mit der Abwrackprämie zusammen, von der Kleinwagenhersteller profitiert haben“, so Papenberg. 57,2 Prozent Rendite konnte „sinep“ dabei herausschlagen und gewann am Ende hauchdünn mit einem Depotwert von 123.789,89 Euro vor „Die Spartaner“ mit 123.356,71 Euro und „Hoffnung“ mit 121.008,04 Euro, die ebenfalls Bargeldpreise von zusammen 450 Euro entgegennehmen konnten.
Bei den Privatanlegern zeichnete sich ein spannendes Familienduell ab. Vorjahressieger Jens Streicher dominierte dabei wieder klar das Feld. Mit seinem Depot „Roxane“ erreichte er am Ende den Rekordwert von 174.806,78 Euro. 27 Geschäfte benötigte er, um an die Spitze zu kommen, 21 davon wurden bereits im Februar getätigt. Ehefrau Danuta Streicher belegte mit 169.209,95 Euro den zweiten Rang und freute sich über ein neues Handy. Drittplazierter Dennis Winter konnte seinen Depotnamen „ich_will_den_ipod“ nicht zum Programm machen, dürfte aber trotzdem mit einem digitalen Bilderrahmen zufriedengestellt sein. Für die Viert- bis Sechstplazzierten gab es eine Kreditkarte mit 50 Euro Startguthaben.
Tipps an echte Börsianer konnten die Siegergruppen allerdings nicht geben. „Wir haben einfach drauflos gezockt“, so die drei Jungs von der BfR Holzminden. Auch Familie Streicher konnte (oder wollte?) ihr Erfolgsrezept nicht verraten. Jens Streicher, der gleich mit zwölf Depots in den inoffiziellen Top 30 landete (nur das beste Depot ging in die Wertung) würde allerdings mit echten 100.000 Euro privat auf Börsenspielereien verzichten. So muss er sich bis zum nächsten Jahr und zum nächsten Börsencup 2010 gedulden.